Steiner &
Madlaina

FR 28.08.20
MAIN STAGE

Steiner & Madlaina malen das Bild einer Welt, die wir schon lange nicht mehr so eindrücklich und reflektiert wahrgenommen haben. Aufbruch, Licht und Schatten und die Bedrängnis der Gegenwart, ausgedrückt in bezauberndem Indie-Folk-Pop, der Zähne zeigt und enorme Dynamik entwickelt. Mal erinnert ihr zweistimmiger Gesang an First Aid Kit, ihre liedschreiberische Zugänglichkeit lässt an den perlenden Pop von Boy denken, dann wieder geleiten uns Nora Steiner und Madlaina Pollina an düstere Abgründe, wie sie auch Emily Jane White beschreibt. Allerdings sind dies nur ungefähre Orientierungspunkte, allesamt Vergleiche, die der Originalität von Steiner & Madlaina nicht gerecht werden. 

Ihre Musik spielt gekonnt mit textlicher Ambivalenz. Mal fließt sie lieblich daher, dann türmen sich die Instrumente zur Soundwalze auf. Durch die analogen Sounds und teils surfigen Gitarrensounds gewinnt ihr Album «Cheers» an Wärme und transportiert einen unterschwelligen 60er Jahre Charme – ein nicht nur kokett hingetupftes Stilmittel, das sich durch ihre einprägsamen Titel zieht. Die Arrangements profitieren davon, dass Steiner & Madlaina mittlerweile mit kompletter Band auftreten – im Zentrum stehen aber immer die beiden Stimmen, die so perfekt harmonieren, dass man die Vertrautheit und langjährige Freundschaft herauszuhören meint. Aus feinfühligen Beobachtungen weben die beiden hoffnungsvolle Geschichten, denen meist das Happy End versagt bleibt. Stattdessen schwingt ein rebellischer Unterton mit.

Bezaubender Indie-Folk-Pop aus der Schweiz. Steiner & Madlaina am ZOA 2020! mehr lesen
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Steiner &
Madlaina

FR 28.08.20 I MAIN STAGE
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Bezaubender Indie-Folk-Pop aus der Schweiz. Steiner & Madlaina am ZOA 2020!

Steiner & Madlaina malen das Bild einer Welt, die wir schon lange nicht mehr so eindrücklich und reflektiert wahrgenommen haben. Aufbruch, Licht und Schatten und die Bedrängnis der Gegenwart, ausgedrückt in bezauberndem Indie-Folk-Pop, der Zähne zeigt und enorme Dynamik entwickelt. Mal erinnert ihr zweistimmiger Gesang an First Aid Kit, ihre liedschreiberische Zugänglichkeit lässt an den perlenden Pop von Boy denken, dann wieder geleiten uns Nora Steiner und Madlaina Pollina an düstere Abgründe, wie sie auch Emily Jane White beschreibt. Allerdings sind dies nur ungefähre Orientierungspunkte, allesamt Vergleiche, die der Originalität von Steiner & Madlaina nicht gerecht werden. 

Ihre Musik spielt gekonnt mit textlicher Ambivalenz. Mal fließt sie lieblich daher, dann türmen sich die Instrumente zur Soundwalze auf. Durch die analogen Sounds und teils surfigen Gitarrensounds gewinnt ihr Album «Cheers» an Wärme und transportiert einen unterschwelligen 60er Jahre Charme – ein nicht nur kokett hingetupftes Stilmittel, das sich durch ihre einprägsamen Titel zieht. Die Arrangements profitieren davon, dass Steiner & Madlaina mittlerweile mit kompletter Band auftreten – im Zentrum stehen aber immer die beiden Stimmen, die so perfekt harmonieren, dass man die Vertrautheit und langjährige Freundschaft herauszuhören meint. Aus feinfühligen Beobachtungen weben die beiden hoffnungsvolle Geschichten, denen meist das Happy End versagt bleibt. Stattdessen schwingt ein rebellischer Unterton mit.

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